Irena Brežná


Eidgenössische Literaturpreise 2012

Irena Brežná

 

wurde 1950 in der Tschechoslowakei geboren und emigrierte 1968 in die Schweiz. Nach dem Studium der Slawistik, Philosophie und Psychologie, setzte sie sich für die Freilassung sowjetischer politischer Gefangener ein. Seit 1981 ist Brežná als Schriftstellerin, Publizistin und freie Journalistin tätig. Ihre journalistischen Arbeiten wurden in der Schweiz, in Deutschland und in der Slowakei veröffentlicht und mehrfach ausgezeichnet. In ihren literarischen Werken beschäftigt sich Brežná vorwiegend mit den Themen Fremde und Heimat. Irena Brežná lebt und arbeitet in Basel.

 

«Die undankbare Fremde: Roman»

Berlin, Verlag Galiani, 2012

ISBN 978-3-86971-052-5

 

Fremdsein als Heimat – zu dieser inspirierenden Formel gelangt Irena Brežnás temperamentvolle Erzählerin ganz am Schluss. Eine Erzählerin mit zwei Stimmen: Die eine gehört der Vergangenheit des jungen Mädchens, das aus der Tschechoslowakei in die Schweiz kam und gleichzeitig von der Kindheit in die Adoleszenz trat; die andere der Gegenwart einer Dolmetscherin, welche den Behörden heutige Migrantenschicksale übersetzt und für die Leserschaft dieses Buchs in poetische Prosa giesst. Das Exil als paradoxe Metapher, wie durch eine Lupe gesehen, todernst, hochkomisch, tiefenscharf und berührend.

 

Lesung durch die Autorin

Irena Brežná liest einen kurzen Auszug aus ihrem prämierten Werk „Die undankbare Fremde“.

Auszeichnungen

1984: 1. Preis Ausländerliteratur in deutscher Sprache von der Abteilung für angewandte Linguistik der Universität Bern.

2002: Theodor-Wolff-Preis für Sammlerin der Seelen, Berlin, Aufbau-Verlag, 2003.

2008: Der Preis des Slowakischen Schriftstellerverbandes für das beste Buch des Jahres für Die beste aller Welten, Berlin, edition ebersbach, 2008.

2012: Eidgenössischer Literaturpreis für Die undankbare Fremde, Berlin, Verlag Galiani, 2012.